Autor: Josch (Seite 1 von 2)

Von Marus und Menschen: Update zum DSA1-Abenteuerwettbewerb

Preiset die Schönheit, Bruderschwestern, auch die der alten Schule! Da wir mit unserer am  01.04.2018 veröffentlichten Doppelpublikation von Rückwärts, Geschuppte und Silvanas Verspeisung und dem parallel ausgerufenen DSA1-Abenteuerwettbewerb in so mancher Auflistung von Aprilscherzen gelandet sind, möchten wir sicherheitshalber betonen:

Erstens sind sowohl unsere DSA1-Ergänzungsregeln zum Spielen von Marus* als auch das DSA1-Abenteuer Silvanas Verspeisung vollends ernst gemeint. Genauer: So ernst gemeint, wie man es mit einer waschechten DSA1-Publikation mit gereimten Zaubersprüchen und manch anderen DSA1-typischen Elementen halt meinen kann. (Mit anderen Worten: Sie sind als DSA1-Texte ernst gemeint, aber das erfordert so manche Albernheit unserer Ansicht nach geradezu.)

» Silvanas Verspeisung und Rückwärts, Geschuppte!

Zweitens ist der von uns ausgerufene DSA1-Abenteuerwettbewerb 100% echt, und alle in der Ausschreibung genannten Preise gibt es tatsächlich zu gewinnen. Der Einfachheit halber haben wir alle relevanten Infos zum Wettbewerb in diesem Post weiter unten noch einmal separat aufgelistet. Bis zum Ende der Einsendefrist sind es noch knapp vier schöne Wochen. Wir hoffen, dass viele von euch die noch verbleibende Zeit für kreative Momente nutzen, damit wir am Ende viele Abenteuer in der angedachten Sammelpublikation veröffentlichen können, die übrigens den schönen Namen „Von Marus und Menschen“ tragen wird.

* Aus aktuellem Anlass möchten wir darauf hinweisen, dass wir uns in ästhetischer Hinsicht natürlich an der Darstellung der Marus aus der 2. Auflage von Die sieben magischen Kelche orientieren.

 

Voraussetzungen für die Teilnahme an Asborans DSA1-Abenteuerwettbewerb

Zugelassen sind alle Abenteuer, welche die folgenden Bedingungen erfüllen: Weiterlesen

Zweifaches DSA1-Material und Gewinnspiel

Wie das sehr erfolgreiche Kaiser Retro Crowdfunding zu DSA1-Publikationen jüngst gezeigt hat, gibt es ein nicht versiegendes Interesse an DSA-Material der ganz alten Schule. Da auch wir bei Asboran uns einer gewissen Faszination für die ganz alten Schinken nicht erwehren können – wie u.a. unsere Klassikerdispute zeigen – haben wir anlässlich die nahende Veröffentlichung zahlreicher DSA1-Klassiker zum Anlass genommen, um unser vor exakt zwei Jahren erstmals angekündigtes, eigenes DSA1-Projekt „Rückwärts, Geschuppte!“ endlich zum Abschluss zu bringen. Die Ergebnisse können wir euch erfreulicherweise heute in zweifacher Form hier vorstellen.

Erstens haben wir mit Rückwärts, Geschuppte! Die Regeln eine Reihe von Zusatzregeln für das DSA1 Abenteuer Basis-Spiel im Angebot. Diese sollen es ermöglichen, Marus aus Maru-Zha, wie sie u.a. in Karl-Heinz Witzkos Roman Westwärts, Geschuppte! eine zentrale Rolle spielen, am Spieltisch umzusetzen. Dabei sind wir als überzeugte Echsistenzialisten getreu nach der Maxime „Echstrem besser!“ verfahren, was konkret Folgendes bedeutet: Sowohl Maru-Kämpfer als auch Maru-Zauberer dürften die Wünsche all derjenigen erfüllen, denen DSA1-Helden auf der 1. Stufe schon immer zu schwächlich waren, und die sich mit einem Stufenlimit von 21 und AT/PA-Obergrenzen von 18/17 nie abfinden mochten.

Zweitens freuen wir uns, euch mit Silvanas Verspeisung oder die Gefangene im Dschungel des Todes ein waschechtes DSA1-Abenteuer in Klassikermanier vorstellen zu können, das speziell für eine Gruppe von Maru-Helden geschrieben wurden, die zum allerersten Mal das magisch gesicherte Tal Maru-Zha verlassen, um sich den Herausforderungen außerhalbs zu stellen.

Abenteuer und Regeln (im Anhang) könnt ihr unter dem folgenden Link als ein PDF downloaden:

» Silvanas Verspeisung und Rückwärts, Geschuppte!

Dies alles mag nun bei manchen skeptischen Leserinnen und Lesern angesichts des Veröffentlichungsdatums die Frage aufwerfen: Ist das ernst gemeint oder ein Aprilscherz? Wir möchten an dieser Stelle versichern, dass es sich trotz des Datums nicht um einen Aprilscherz handelt. Beide genannten Veröffentlichungen sind, wie ihr leicht anhand eines Klicks feststellen könnt, 100% real echsistent und auch vollkommen ernsthaft für den Einsatz am Spieltisch bestimmt. „Vollkommen ernsthaft“ bedeutet dabei aber nicht, dass manches nicht auch augenzwinkernd gemeint ist und sowohl Regeln als auch Abenteuer sich mitunter eines gewissen T’rshh*-Faktors erfeuen, wie er auch den kanonischen DSA1-Klassikern ohne Zweifel zu eigen ist.

Dass uns die Sache abgesehen davon aber ein völlig seriöses Anliegen ist, möchten wir auch dadurch unterstreichen, dass wir anlässlich der Veröffentlichung von Rückwärts, Geschuppte! einen kleinen DSA1-Abenteuerwettbewerb ins Leben rufen, zu dem wir hiermit alle Interessierten herzlich einladen. Die Voraussetzungen sind denkbar einfach: Zugelassen sind alle Abenteuer, welche die folgenden Bedingungen erfüllen:

  • sie sind nach DSA1-Regeln spielbar;
  • sie sind entweder für eine Gruppe von Marus geschrieben oder aber sie enthalten an irgendeiner Stelle einen oder mehrere Marus als NSCs oder Gegner;
  • sie sind zwischen 4 und 64 Seiten lang und wurden zum Zeitpunkt des Einsendens noch nicht veröffentlicht;
  • sie enthalten mindestens einen waschechten Plan des Schicksals (sprich: eine Karte, die mithilfe der originalen Vorlagen erstellt wurde).

Was die erste Bedingung betrifft, so ist es übrigens nicht erforderlich, über DSA1-Regelwerke zu verfügen, um mitmachen zu können, auch wenn es die Basisregeln aktuell als „pay what you want“ im Ulisses Ebook Store gibt. Wenn man nämlich den ganzen Bereich „Magie“ und „Götterwirken“ ignoriert und nur für profane Helden schreibt, reicht es für die Zwecke unseres Wettbewerbs aus, davon auszugehen, dass zu den relevanten Werten eines Helden die fünf Eigenschaften Mut, Klugheit, Charisma, Geschicklichkeit und Körperkraft sowie Werte für Lebensenergie, Attacke, Parade, Trefferpunkte, Rüstungsschutz und Abenteuerpunkte gehören, und dass jeder NSC/Gegner im Abenteuer eine „Monsterklasse“ zugewiesen bekommt, die angibt, wieviele Abenteuerpunkte eine Gruppe für Überwindung dieses Gegners bekommt. Des Weiteren sind bei der Beschreibung einer jeden Lokalität streng „Allgemeine Informationen“ (auf den ersten Blick erkennbar), „Spezielle Informationen“ (bei genauerer Inspektion erkennbar) und „Meisterinformationen“ zu unterscheiden. Wer mit diesen drei Begriffen überhaupt nichts anfangen kann, dem dürfte ein flüchtiges Durchblättern von Silvanas Verspeisung sicher schnell vermitteln, was jeweils gemeint ist.

Alle Beiträge zum Abenteuerwettbewerb, die uns bis zum 27.05.2018, 23:59 Uhr per Email an alrik@asboran.de erreichen, nehmen an der Verlosung teil, bei der wir max. 8 Preise verlosen, und zwar: 

  • 6 x 1 PDF nach Wahl von einem der DSA1-Abenteuer, die im Rahmen des Kaiser Retro Crowdfundings wiederveröffentlicht wurden (freundlicherweise als Preise gespendet von Ulisses Spiele): Konkret bedeutet dies, dass man ein Abenteuer-PDF aus der folgenden Liste wählen kann, entweder in der Standardfassung oder, sofern erhältlich, in der „Let’s Play“-Variante: Im Wirtshaus zum schwarzen Keiler, Der Wald ohne Wiederkehr, Die sieben magischen Kelche, Das Schiff der verlorenen Seelen, Unter dem Nordlicht, Borbarads Fluch, Durch das Tor der Welten.
  • 2 x 1 gedruckte Fassung von Silvanas Verspeisung mit den Regeln für Rückwärts, Geschuppte **

Bei Interesse werden ausgewählte Beiträge später auf unserer Seite zum Download angeboten. Die Bereitschaft dazu ist jedoch keine Voraussetzung, um am Wettbewerb teilnehmen zu können.

Grenzenlose Optimisten, die wir sind, hoffen wir auf zumindest einige Beiträge zu unserem Wettbewerb und wünschen allen Interessierten viel Spaß beim Schreiben und allgemein viel Spaß mit unseren neuesten Materialien. Und ja, wir wissen selbst, dass wir vermutlich nicht mehr alle Latten im Zaun haben, aber manchmal sind Ideen zu schön, um sie einfach so verstreichen zu lassen.

» Silvanas Verspeisung und Rückwärts, Geschuppte!

* Rssah für: sich auf rätselhaft faszinierende Weise am Rande des Unwerten bewegend

** Nein, wir glauben eigentlich nicht, dass es überhaupt 8 Einsendungen geben wird. Wir sind angesichts unseres Nischendaseins sogar skeptisch, dass überhaupt irgendjemand etwas einreicht. Aber man weiß ja nie.

DSA-Klassiker zum Wiederentdecken: Teil 5

Zum Geleit

Asboran Klassiker LogoHeute geht es in unserer Klassikerreihe um das DSA-Urgestein unter den Abenteuern. Im Wirtshaus zum Schwarzen Keiler, das erste Abenteuer der damaligen B-Reihe (die man allein mit den Basisregeln spielen konnte), erschien zuerst 1984, gleichzeitig mit drei weiteren B-Bänden. Diese vier Abenteuer (Welch’ schöner Anfang!) waren damit die ersten, die nicht im Rahmen einer Box angeboten wurden. Der Keiler hat inzwischen stolze 34 Jahre auf dem Buckel und dürfte für viele Spielerinnen und Spieler der ganz alten Garde zu den allerersten Ausflügen nach Aventurien geführt haben. Zugleich dürfte das Abenteuer nicht nur in der Erinnerung vieler DSAler Spuren hinterlassen haben, die Ereignisse des Abenteuers wurden später auch an den folgenden drei Stellen noch einmal offiziell aufgegriffen, u.a. mit dem Versuch, so manche kuriose Setzung der DSA1-Frühzeit plausibel in den aventurischen Hintergrund zu integrieren:

  • im Abenteuer Das Geheimnis des Schwarzen Keilers von Tom Finn, erschienen in der Anthologie Rückkehr zum Schwarzen Keiler,
  • in der Oldschool-Reminiszenz Unheil im Schwarzen Keiler (zu der ihr an dieser Stelle einen ausführlichen Test- und Spielbericht aus unserer Zeit bei Nandurion lesen könnt),
  • in der Erzählung Greifax Vermächtnis von Tom Finn, erschienen in der Anthologie Gassengeschichten (v.a. hier wird das eher bizarr-unverständliche Verhalten des Grafen Baldur Greifax aus dem Original-Abenteuer mit einer plausiblen Hintergrundgeschichte versehen).

Angesichts der jüngst erfolgreichen Crowdfunding-Aktion zur Kaiser Reto-Box wird Im Wirtshaus zum Schwarzen Keiler dieses Jahr eine gedruckte Neuauflage in zweifacher Ausführung erleben (als Download erhältlich ist die Urfassung bereits seit einiger Zeit). Es gibt daher mehr als genug gute Gründe, diesem DSA-Urgestein eine Rückschau zu widmen und dabei die Frage zu erörtern, ob und wie sich auch heute noch ein Besuch im bekanntesten Gasthaus zwischen Himmelsturm und Porto Velvenya lohnt. Mit dabei beim heutigen Disput sind von Seiten Asborans zwei unserer oldschoolaffinen Wütechsen der wenigen Worte (Alrik und Alrik) sowie Josch und Thorjin. Vervollständigt wird die Märchenonkel-Trias durch Gastdisputant Vibardjin.

Josch, Thorjin und Vibardjin haben sich zum Zwecke der Auffrischung ihrer Erinnerungen eigens für diesen Disput auch noch einmal per Limbusreise auf eine gemeinsame Keilerexpedition begeben (sprich das Abenteuer über Skype gespielt) und ihre Erlebnisse in einem ausführlichen Spielbericht festgehalten. Ihr findet ihn hinter diesem Link.

Da wir uns dieses Mal in unserer Einschätzung des Abenteuers recht einig waren, haben wir, im Sinne der Abwechslung und der Ausgewogenheit, mit Fredhold Riesengarst noch einen weiteren Gast eingeladen, der konsequent den Standpunkt zeitgenössischer Rollenspielkritik verkörpert und von hier aus zu deutlich anderen Urteilen gelangt als die Mehrheit der Diskutanten. Weiterlesen

Inoffiziell und lesenswert – eine kleine Umfrage (mit Gewinnspiel)

Über die Jahre hinweg ist eine der zentralen Stärken von DSA ohne Zweifel stets die vielseitig aktive Fangemeinde gewesen. Deren Enthusiasmus schlug sich nicht zuletzt in einer Menge von inoffiziellem Gratismaterial nieder, das in Vergangenheit und Gegenwart verfasst und dann im Datenlimbus angeboten wurde. (Um ein Beispiel zu nennen: Der altehrwürdige Orkenspalter-Downloadbereich zählt aktuell nicht weniger als 1239 Einträge in der Rubrik „DSA“.)

Wohl niemand dürfte sich jemals daran gemacht haben, all die in mühevoller und liebevoller Kleinarbeit produzierten Spielhilfen, Regelerweiterungen, Dokumente, Karten, Abenteuer, Erzählungen, Handouts etc. zu sichten oder gar auszuprobieren. Und obwohl wir Asboranjis im Laufe der Jahre selbst ebenfalls ein paar Texte zum riesigen Fundus an inoffiziellen DSA-Material beigetragen haben, sind wir insgesamt doch nur sehr schlecht darüber informiert, was es dort draußen alles noch an tollem und lesenswerten Fan-Material zu erkunden gibt.

Damit das nicht so bleibt, bitten wir euch um eure Mithilfe, in der Hoffnung, dass auch die eine oder andere Bruderschwester aus unserer Leserschaft später von den gewonnenen Erkenntnissen profitieren kann.

Konkret bitten wir euch, uns per Email an alrik@asboran.de die Namen von zwei* inoffiziellen DSA-Veröffentlichungen aus dem Netz zu nennen, die ihr aus eigener Erfahrung für besonders gelungen haltet und von denen ihr denkt, dass möglichst viele aus der DSA-Spielerschaft sie unbedingt kennenlernen sollte. Bitte nennt uns hierzu auch kurz den Ort im Netz, wo man das von euch genannte Produkt bekommen kann. Im Gegenzug und als Motivationshilfe verlosen wir unter allen Einsendungen, die uns bis zum 30. November 2017 (23:59 Uhr) erreichen, zwei kleine Preise (dazu weiter unten mehr). Weiterlesen

Ralf Hlawatsch – eine Erinnerung

Manchmal berührt einen der Tod von Personen, die man persönlich gar nicht kannte, deutlich stärker, als man sich vorher hätte vorstellen können. Als ich vor all den Jahren den Aventurischen Boten Nr. 67 mit der Nachricht von Ulrich Kiesows Tod in den Händen hielt, starrte ich längere Zeit perplex auf die Titelseite. Ich war Ulrich Kiesow nie begegnet und kannte ihn nur durch seine zahlreichen Texte, aber dass der Autor, dessen Name für mich fast gleichbedeutend mit meinem Lieblingshobby geworden war, plötzlich nicht mehr da sein sollte, machte mir doch zu schaffen. Auf eine schwer zu erklärende Weise hatte ich über die Jahre hinweg das Gefühl gewonnen, der mir eigentlich unbekannten Person über die gemeinsame Faszination an einer fiktiven Welt dennoch nahe gewesen zu sein.

Eine seiner besten Erfindungen: Nurinais Ring (Bild von Horus).

Ähnlich ging es mir, als ich erfuhr, dass unsere Bruderschwester Ralf Hlawatsch von uns gegangen ist und nicht mehr unter uns weilt. Auch ihm bin ich nie persönlich begegnet, und ich war daher überrascht, wie traurig mich die Nachricht von seinem Tod machte. Im Unterschied zu Ulrich Kiesow und auch zum ebenfalls kürzlich verstorbenen Jörg Raddatz verbindet man den Namen „Ralf Hlawatsch“ nicht unbedingt mit den ganz großen DSA-Projekten. Wenn ich mir aber meine Liste der Lieblings-DSA-Abenteuer vor Augen führe, dann ist Ralf dort gleich zwei Mal als Autor vertreten: Einmal mit dem herrlich grotesken Nurinais Ring (ausführlich gewürdigt habe ich dieses geniale Abenteuer hier), einmal mit dem stimmungsvollen und phantastisch-faszinierenden Wildnis-Trip In Liskas Fängen.

Ein Meisterwerk – Wer es noch nicht kennt, sollte sich sofort auf die Suche machen.

Wer ein wenig im Limbus recherchiert, wird vielleicht erstaunt sein, wie vielseitig die Beiträge von Ralf waren. Er hat nicht nur m.W. mehr Solo-Abenteuer als jeder andere DSA-Autor geschrieben, sondern auch zu zahlreichen Publikationen Texte und Karten (inkl. Jergan) beigesteuert. Seine Aventurienkarte fand noch in Roman Nr. 154 Verwendung, so dass für mich der Zusatz „Aventurienkarte: Ralf Hlawatsch“ nach all den Jahren fester Bestandteil des Roman-Impressums geworden war. Wie man Karl-Heinz Witzkos Erinnerungspost auf Facebook entnehmen kann, war Ralf Hlawatsch zudem ein sehr gründlicher Lektor, wie z.B. im Fall von Tod eines Königs.

Nicht alles, was Ralf als Autor anfasste, war Gold oder fand uneingeschränkten Beifall. Sein mitunter betont altschuliger Stil als Autor von Solo-Abenteuern, bei denen man als Leser immer recht spöttisch behandelt wurde und hinter fast jeder Ecke das unbeabsichtigte Ende lauern konnte, dürfte manchen Leser (mich allerdings nicht) auf die Palme gebracht haben. Und spätestens mit dem grandios gescheiterten (und streckenweise dennoch grandiosen) Tal der Finsternis zeigte sich, dass sich DSA mitsamt seinem Metaplot auf eine Weise entwickelte, zu dem Ralf Hlawatschs Abenteuer- und Aventurienverständnis teils nur noch eingeschränkt zu passen schienen. Wo Ralfs Texte gut waren, da waren sie aber meist richtig gut, und wo sein Humor zündete, da wurde es oft ein wahres Feuerwerk.

Der Tod von Ralf Hlawatsch machte mir einmal mehr deutlich, dass die für mich goldene DSA-Epoche, die in meiner Erinnerung trotz Zufriedenheit mit dem aktuellen Stand der Dinge immer einen herausragenden Stellenwert haben wird, unwiederbringlich vorüber ist. Derlei Trauer verblasst aber natürlich im Lichte des Verlusts, den der Tod eines geliebten Menschen für Freunde und Angehörige bedeutet. Mögen sie die Kraft finden, die es braucht, um den Verlust zu verarbeiten. Und mögen DSA-Spieler/innen aller Editionen und aller Vorlieben sich stets des reichen Vermächtnisses von Ralf Hlawatsch erfreuen, auch dann, wenn ihr Charakter von ihm in einem Solo-Abenteuer ins Verderben geschickt wurde oder ihr Spielleiter sie zwingt, sich den musikalischen Ergüssen der Caleigh-Familie auszusetzen.

Ordentlich ins Erdenjahr 2017!

Wie uns zum Ende des Erdenjahres 2016 auffiel, haben wir seit der Gründung Asborans auf dieser Seite insgesamt 24 Beiträge veröffentlicht. Die Schönheit dieser Zahl ist uns hinreichender Grund, ein wenig Neujahrsputz zu betreiben. Ab sofort findet ihr daher auf dieser neu geschaffenen Übersichtsseite eine Auflistung aller bisher bei Asboran erschienenen Texte und Downloads. Den Weg zur Übersicht findet ihr auch über das Menü am Anfang der Seite, und auf der Hauptseite zusätzlich über die Links am rechten Rand.

Dies sollte euch die Orientierung in den virtuellen Gassen der geheimen Stadt etwas erleichtern. Wir hoffen, euch schon bald wieder hier begrüßen und mit neuen Beiträgen erfreuen zu können. Preiset die Schönheit!

Festliche Umtauschtipps und ein Reiseführer Maraskan

Zur Weihnachtszeit und zum Jahresende finden sich im Netz traditionellerweise Geschenkempfehlungen und Jahresrückblicke. Um nicht bloß zu kopieren, was es an anderer Stelle bereits besser gibt, hatten wir unsere Administratoren beauftragt, ein schönes Alternativkonzept für Asboran zu entwerfen. Und wie immer, wenn man seine Entscheidungen in die Hände von Wüt-Echsen legt, mag das Ergebnis etwas sonderbar werden. In diesem Fall lautete der „geniale Gedanke“(*) der Alriks: ein „Best of 2016“ in Form von Tipps, was man am 24.12. hätte geschenkt bekommen sollen. Um euch auch im folgenden Jahr noch mit dieser Seite erfreuen zu können, werden wir dieses Konzept natürlich buchstabengetreu und ohne zu murren umsetzen. Ihr findet daher im Folgenden ausgewählte Empfehlungen von einigen Asboranjis nebst Hinweisen, welche Produkte aus dem Jahre 2016 man auch in Zukunft besser meiden sollte. Wir hoffen, dass sich hierin ein nützlicher Hinweis für die eine oder andere Bruderschwester findet, die ihre Socken, Krawatten, Thermomixer oder Kochtopfsets ab dem 27.12. gegen etwas wirklich Sinnvolles eintauschen möchte. Weiterlesen

Schöner Leben mit DSA, Teil 3: Hilfreiche Rezensionen

Zum Geleit

Schöner Leben LogoRezensionen gehören zu einer aktiven Fanszene wie Endlosdiskussionen, Spaltungen in Kleingruppen (DSA5-Fans, DSA4-Fans, Fans der obskuren DSA-0-Version, die von Kiesow einst auf Matrizenpapier verteilt wurde) und kurzzeitige Verbrüderungen im Lichte gemeinsamer Gegner (Pathfinder! Der Kapitalismus! Die Anti-Gewaltspielpädagogen vom Zweiten Sozialdemokratischen Konzil!). Rezensionen sind wichtig, nicht nur für Fans und potentielle Kunden, sondern auch für die Autoren und Verantwortlichen, denen Verkaufszahlen zwar einen Hinweis darauf geben, was gut oder schlecht ankommt, aber meist keine hinreichende Erklärung dafür, warum.

Trotz gelegentlicher Abgesänge erfreuen sich DSA-Rezensionen im Netz auch weiterhin großer Beliebtheit. Wer sucht, der findet an vielen Stellen mehr oder weniger regelmäßige Besprechungen aktueller Produkte.

So etwa bei: Engors Dereblick, Nandurion, in manchen Foren mit DSA-Fokus, Orkenspalter TV und Phexarius (beide im Videoformat), Eine Bücherwelt, Teilzeithelden, gelegentlich bei Der Riesländer und Arkanil, teils bei Amazon, und natürlich unregelmäßig auch hier bei Asboran.

Damit das auch so bleibt, möchte ich alle Leserinnen und Leser dieses Textes ermutigen, Rezensionen zu schreiben. Als Anregung stelle ich im Folgenden einige Überlegungen dazu vor, was meiner Ansicht nach eine hilfreiche Rezension auszeichnet, also eine Besprechung, die sowohl für potentielle Leser bzw. Spieler als auch für die Autoren und Verantwortlichen von Nutzen ist. Weiterlesen

Asboran auf der Nanduri-Con 2016!

TRAVIASNECKEN 2016

Logo_Nanduricon_verbessert_V2Vom 11. – 13. November 2016 steht mit der Nanduri-Con die wohl bislang größte DSA-Fanconvention ins Haus – bzw. in die Burg Zamzeg. (Wer davon noch nichts mitbekommen hat, kann sich an dieser Stelle bei den geschätzten Kollegen von Nandurion ausführlicher über die Veranstaltung, das Programm und die Anmeldemodalitäten informieren).

Wir Asboranjis werden nicht nur in verschiedener Funktion als Leiter von Workshops beteiligt sein, sondern auch – sofern unser Zeitplan aufgeht – an den Abenden verschiedene Probe-Spielrunden zu Rückwärts, Geschuppte! anbieten. Hierbei handelt es sich um eine aktuell von uns entwickelte (inoffizielle) DSA1-Oldschooladaption und Erweiterung, die das Spielen von Marus aus Maru-Zha ermöglichen soll. Unser erklärtes Ziel ist es hierbei, das Besondere der Darstellung intelligenter und mächtiger Echsenwesen an den Spieltisch zu bringen, ohne hierbei auf einen ausufernden Regelapparat zurückgreifen zu müssen. Und natürlich soll auch der Humor nicht zu kurz kommen! Wir hoffen, es Spielern auf diese Weise zu ermöglichen, sich wie Teilnehmer an einer neuen Episode aus Westwärts, Geschuppte! zu fühlen, Karl-Heinz Witzkos leider viel zu kurz geratenem Geniestreich.

Neben Sonderregeln für das waffenlose Kampftalent Maru-Zat und Werten für den Maru-Säbel wird das Regelwerk natürlich auch passende Zauber für die legendären Zims enthalten, wie die hochtalentierten Zauberer Maru-Zhas genannt werden. Ohne zu viel verraten zu wollen, können wir euch hier bereits eine vorläufige Liste der von uns geplanten 16 Zauber präsentieren (Änderungen vorbehalten!):

  • Zimzalabim, Dein Koch ich bin!
  • Ignifaxius Grillgericht
  • Eisen, Rost und grüner Zahn
  • Saft, Kraft, Marumacht
  • Zimpathicus
  • H’Ranga-Zamba
  • Gesunden oder Munden?
  • Echstrem harmlose Gestalt
  • Augenschmaus
  • Aggrobestius Wutanfall
  • Es soll euer Schaden sein!
  • Zim-Kartographie
  • Schmerz ist Ansichtssache!
  • Winke Winke, Kontinent versinke …
  • Armor, Stein und Knochen bricht
  • Echs und hopp!

Über weitere Ideen und Anregungen freuen wir uns natürlich, und wir sehen uns hoffentlich im November auf Burg Zamzeg – es soll euer Schaden nicht sein!

DSA-Klassiker zum Wiederentdecken: Teil 4

Einleitung

Asboran-Klassiker-LogoAller guten Dinge sind (mindestens) vier. Zur Episode mit der besonderen Zahl haben wir uns daher etwas Besonderes vorgenommen, mit dem wir zugleich (vorerst) die glorreiche DSA1-Zeit hinter uns lassen. Im Mittelpunkt des heutigen Disputs stehen zwei der Abenteuer aus dem Band Abenteuer in Albernia, der erstmals 1991 in der Box Das Fürstentum Albernia erschien und die Tradition der Begleitanthologien zu Regionalspielhilfen begründete.

Mit dabei als Disputanten sind diesmal Thorjin, Josch, zwei unserer Administralligatoren Alrik und Alrik, sowie als Gast der schon aus dem letzten Klassikerdisput bekannte Rilliziber der Launische. Bruderschwester Vibart war dieses Mal zwar leider wegen wichtiger Forschungsreisen im Inneren der Insel verhindert, ließ uns jedoch noch eine Brieftaube mit zwei Kurzkommentaren zukommen, die wir an geeigneter Stelle in den folgenden Disput eingeflochten haben. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen und freuen uns wie immer über Kommentare! Weiterlesen

Ältere Beiträge

© 2018 Asboran

Theme von Anders Norénzum Anfang ↑