Von Marus und Menschen: Die Beiträge

Bei Satinavs unerbittlichen Hörnern, liebe Bruderschwestern, wo ist denn wieder die Zeit geblieben? Da wollen wir euch doch nicht länger auf die Folter spannen und präsentieren euch nun die fünf Abenteuereinreichungen unseres Wütechsen-Abenteuerwettbewerbs zum Erscheinen von Rückwärts, Geschuppte! Alle Abenteuer sind natürlich für DSA1-Regeln erstellt und enthalten mindestens einen „Plan des Schicksals“, denn so wollten es die Regeln. Zum Glück haben sich alle Teilnehmer daran gehalten, auch wenn Alrik und Alrik aus der unerbittlichen Jury des Alten Rechts sich schon sehr auf das Auffressen regelwidriger Einreichungen gefreut hatten. Wir haben Ihnen zum Trost einen Urlaub in Al’Anfa spendiert, da können sie sich ohne Bedenken satt essen – finden wir.

Kommen wir nun aber zu den 5 Einreichungen, die – gepriesen sei die Schönheit der Welt – von 6 Bruderschwestern verfasst wurden. Wir präsentieren sie euch in alphabetischer Reihenfolge:

Von Nikolaus Kelis stammt Der wütende Gott von Maru-Zha, nach bester DSA1-Manier natürlich mit einem Alternativtitel versehen, der da lautet: Besänftigt den heiligen Berg! Auf 14 Seiten geht es hier darum, die Bedrohung durch einen unruhigen Vulkan abzuwenden. Das Abenteuer ist dabei – das sei hier besonders hervorgehoben – als mögliches Folgeabenteuer für die Maru-Helden aus Silvanas Verspeisung gedacht.

Dank des vor Kurzem abgeschlossenen Crowdfundings zu Havena gibt es nun auch eine Retro-Neuauflage der DSA1-Havena-Box. Passend dazu bieten wir euch das Abenteuer Gefahr in der Muhrsape oder der Stern, der vom Himmel fiel von Björn Stodiek an. Ganze 19 Seiten hat dieses Werk, das euch im Phex des Jahres 7 Hal in die Stadt am Großen Fluss schickt, damit ihr für Tyros Prahe in den Havener Sumpf gehen könnt.

Auf ein anderes Crowdfunding bezieht sich das dritte Werk in dieser Runde: Grässliche Zim Yassmi-Zha, das mit dem Untertitel Wege der Ver(un)reinigung versehen ist. Dessen Autor ist Nils Hüttinger. Auf 10 Seiten geht es hier auch um das Liebesleben unserer Freunde, der Wütechsen, doch in bester DSA1-Tradition steht zunächst die blutige Arbeit vor dem Vergnügen. Seien wir ehrlich, bei Wütechsen geht es möglicherweise eher um das Vergnügen vor der Pflicht – doch entscheidet am besten selbst.

Auch Jörg „Alfedias“ Gerwens‚ Manege frei oder Zirkus wider Willen! ist ein Abenteuer in lupenreiner DSA1-Tradition. Der archetypische böse Magier ist hier ein Schwarzschelm, es kommt ein Schwarzes Auge vor, und das Abenteuer startet mit einem Zeitsprung, sodass auch Helden der Jetzt-Zeit einmal das Jahr 983 BF erleben können. Auf 16 Seiten gilt es dann, einen Dungeon zu überstehen und im Finale zwar nicht den Plan des Schicksals, dafür aber den Plan des Schurken zu durchkreuzen.

Als krönenden Abschluss haben wir schließlich noch ein sage und schreibe 40seitiges Werk für euch. Mit Messer und Gabel oder Gefangen am unteren Ende der Nahrungskette stammt aus der Feder von Benjamin Bahr und enthält einige wunderschöne Illustrationen von Philipp Ach. Hungrige Marus, renitente Glatthäute und der fiese Schabernack einer Zauberin namens Nahemaru bilden die Zutaten dieses Abenteuermahls, dessen Verzehr unserer Meinung nach sehr viel Spaß verspricht.

Wir möchten allen Teilnehmern noch einmal ganz herzlich dafür danken, dass sie an diesem humorigen, aber durchaus auch ernst gemeinten Spaß (denn ein jedes Ding in Rurs Schöpfung hat zwei Seiten) teilgenommen haben. Wer von euch Lesern nun Feedback zu den hier angebotenen Werken hat, der oder die ist herzlich eingeladen, dieses hier als Kommentar oder per Mail an alrik@asboran.de kund zu tun. Wir werden eure Nachrichten dann natürlich an die Autoren weiterleiten. Wir planen – spätestens in unserer A(d)vents-Aktion – euch in Zukunft eine aufgehübschte Sammelfassung aller Werke (inklusive Silvanas Verspeisung), mit Updates versehen, unter dem Namen Von Marus und Menschen zu präsentieren. Wer sich nun denkt: „Hey, ich habe doch auch noch ein DSA1-Abenteuer mit Marus und Plan des Schicksals in der Schublade, das die Bedingungen des Wettbewerbs erfüllt hätte. Das hätte ich doch auch einschicken können!“, dem oder der sei gesagt: Schicke es uns! Auch wenn der Wettbewerb vorbei ist, freuen wir uns weiterhin über Einreichungen, die dann natürlich auch Teil unserer DSA1-Abenteuer-Sammlung werden. Denn es kann nie genug Material für Westwärts, Geschuppte! geben. Und sang nicht schon der albernische Barde Neilrik Jung: Hey, hey, sag, sag, stimmt’s, dass Hal niemals starb?

In diesem Sinne,

Eure Asboranjis

Von Marus und Menschen: Ein Ende und ein Anfang

Preist die Schönheit, Bruderschwestern!

Am letzten Sonntag endete unser DSA1-Abenteuerwettbewerb Von Marus und Menschen, den wir passend zur aktuellen Wiedergeburt der DSA-Anfänge ins Leben gerufen hatten. Zugegebenermaßen waren wir am Anfang etwas unsicher, ob sich überhaupt jemand die Mühe machen würde, einen Beitrag einzureichen. Sicher, es gab Preise zu gewinnen, gedruckte Versionen von Silvanas Verspeisung und DSA1-PDFs gestellt von Ulisses Spiele (wofür wir uns noch einmal herzlich bedanken möchten!), aber im Jahr 2018 noch etwas Neues zu DSA1 schreiben – wer ist außer uns denn schon so schräg drauf?

Umso erfreuter sind wir, dass 22 + 20 Abenteuer eingereicht wurden! Alle Einsender sollten inzwischen von uns informiert worden sein. Falls ihr also teilgenommen habt, schaut einmal in euren Mails nach und gegebenenfalls auch im Spamordner, ob ihr von uns etwas bekommen habt. Falls nicht, meldet euch hier in den Kommentaren oder auch per Mail an: alrik@asboran.de

Sobald wir von allen Antwort haben, werden wir dann natürlich auch den Schleier lüften, was für Einsendungen es gegeben hat, und, das Einverständnis der Autoren vorausgesetzt, die Werke hier schon bald zum Download anbieten.

Eure Asboranjis

Von Marus und Menschen: Update zum DSA1-Abenteuerwettbewerb

Preiset die Schönheit, Bruderschwestern, auch die der alten Schule! Da wir mit unserer am  01.04.2018 veröffentlichten Doppelpublikation von Rückwärts, Geschuppte und Silvanas Verspeisung und dem parallel ausgerufenen DSA1-Abenteuerwettbewerb in so mancher Auflistung von Aprilscherzen gelandet sind, möchten wir sicherheitshalber betonen:

Erstens sind sowohl unsere DSA1-Ergänzungsregeln zum Spielen von Marus* als auch das DSA1-Abenteuer Silvanas Verspeisung vollends ernst gemeint. Genauer: So ernst gemeint, wie man es mit einer waschechten DSA1-Publikation mit gereimten Zaubersprüchen und manch anderen DSA1-typischen Elementen halt meinen kann. (Mit anderen Worten: Sie sind als DSA1-Texte ernst gemeint, aber das erfordert so manche Albernheit unserer Ansicht nach geradezu.)

» Silvanas Verspeisung und Rückwärts, Geschuppte!

Zweitens ist der von uns ausgerufene DSA1-Abenteuerwettbewerb 100% echt, und alle in der Ausschreibung genannten Preise gibt es tatsächlich zu gewinnen. Der Einfachheit halber haben wir alle relevanten Infos zum Wettbewerb in diesem Post weiter unten noch einmal separat aufgelistet. Bis zum Ende der Einsendefrist sind es noch knapp vier schöne Wochen. Wir hoffen, dass viele von euch die noch verbleibende Zeit für kreative Momente nutzen, damit wir am Ende viele Abenteuer in der angedachten Sammelpublikation veröffentlichen können, die übrigens den schönen Namen „Von Marus und Menschen“ tragen wird.

* Aus aktuellem Anlass möchten wir darauf hinweisen, dass wir uns in ästhetischer Hinsicht natürlich an der Darstellung der Marus aus der 2. Auflage von Die sieben magischen Kelche orientieren.

 

Voraussetzungen für die Teilnahme an Asborans DSA1-Abenteuerwettbewerb

Zugelassen sind alle Abenteuer, welche die folgenden Bedingungen erfüllen: Weiterlesen

Zweifaches DSA1-Material und Gewinnspiel

Wie das sehr erfolgreiche Kaiser Retro Crowdfunding zu DSA1-Publikationen jüngst gezeigt hat, gibt es ein nicht versiegendes Interesse an DSA-Material der ganz alten Schule. Da auch wir bei Asboran uns einer gewissen Faszination für die ganz alten Schinken nicht erwehren können – wie u.a. unsere Klassikerdispute zeigen – haben wir anlässlich die nahende Veröffentlichung zahlreicher DSA1-Klassiker zum Anlass genommen, um unser vor exakt zwei Jahren erstmals angekündigtes, eigenes DSA1-Projekt „Rückwärts, Geschuppte!“ endlich zum Abschluss zu bringen. Die Ergebnisse können wir euch erfreulicherweise heute in zweifacher Form hier vorstellen.

Erstens haben wir mit Rückwärts, Geschuppte! Die Regeln eine Reihe von Zusatzregeln für das DSA1 Abenteuer Basis-Spiel im Angebot. Diese sollen es ermöglichen, Marus aus Maru-Zha, wie sie u.a. in Karl-Heinz Witzkos Roman Westwärts, Geschuppte! eine zentrale Rolle spielen, am Spieltisch umzusetzen. Dabei sind wir als überzeugte Echsistenzialisten getreu nach der Maxime „Echstrem besser!“ verfahren, was konkret Folgendes bedeutet: Sowohl Maru-Kämpfer als auch Maru-Zauberer dürften die Wünsche all derjenigen erfüllen, denen DSA1-Helden auf der 1. Stufe schon immer zu schwächlich waren, und die sich mit einem Stufenlimit von 21 und AT/PA-Obergrenzen von 18/17 nie abfinden mochten.

Zweitens freuen wir uns, euch mit Silvanas Verspeisung oder die Gefangene im Dschungel des Todes ein waschechtes DSA1-Abenteuer in Klassikermanier vorstellen zu können, das speziell für eine Gruppe von Maru-Helden geschrieben wurden, die zum allerersten Mal das magisch gesicherte Tal Maru-Zha verlassen, um sich den Herausforderungen außerhalbs zu stellen.

Abenteuer und Regeln (im Anhang) könnt ihr unter dem folgenden Link als ein PDF downloaden:

» Silvanas Verspeisung und Rückwärts, Geschuppte!

Dies alles mag nun bei manchen skeptischen Leserinnen und Lesern angesichts des Veröffentlichungsdatums die Frage aufwerfen: Ist das ernst gemeint oder ein Aprilscherz? Wir möchten an dieser Stelle versichern, dass es sich trotz des Datums nicht um einen Aprilscherz handelt. Beide genannten Veröffentlichungen sind, wie ihr leicht anhand eines Klicks feststellen könnt, 100% real echsistent und auch vollkommen ernsthaft für den Einsatz am Spieltisch bestimmt. „Vollkommen ernsthaft“ bedeutet dabei aber nicht, dass manches nicht auch augenzwinkernd gemeint ist und sowohl Regeln als auch Abenteuer sich mitunter eines gewissen T’rshh*-Faktors erfeuen, wie er auch den kanonischen DSA1-Klassikern ohne Zweifel zu eigen ist.

Dass uns die Sache abgesehen davon aber ein völlig seriöses Anliegen ist, möchten wir auch dadurch unterstreichen, dass wir anlässlich der Veröffentlichung von Rückwärts, Geschuppte! einen kleinen DSA1-Abenteuerwettbewerb ins Leben rufen, zu dem wir hiermit alle Interessierten herzlich einladen. Die Voraussetzungen sind denkbar einfach: Zugelassen sind alle Abenteuer, welche die folgenden Bedingungen erfüllen:

  • sie sind nach DSA1-Regeln spielbar;
  • sie sind entweder für eine Gruppe von Marus geschrieben oder aber sie enthalten an irgendeiner Stelle einen oder mehrere Marus als NSCs oder Gegner;
  • sie sind zwischen 4 und 64 Seiten lang und wurden zum Zeitpunkt des Einsendens noch nicht veröffentlicht;
  • sie enthalten mindestens einen waschechten Plan des Schicksals (sprich: eine Karte, die mithilfe der originalen Vorlagen erstellt wurde).

Was die erste Bedingung betrifft, so ist es übrigens nicht erforderlich, über DSA1-Regelwerke zu verfügen, um mitmachen zu können, auch wenn es die Basisregeln aktuell als „pay what you want“ im Ulisses Ebook Store gibt. Wenn man nämlich den ganzen Bereich „Magie“ und „Götterwirken“ ignoriert und nur für profane Helden schreibt, reicht es für die Zwecke unseres Wettbewerbs aus, davon auszugehen, dass zu den relevanten Werten eines Helden die fünf Eigenschaften Mut, Klugheit, Charisma, Geschicklichkeit und Körperkraft sowie Werte für Lebensenergie, Attacke, Parade, Trefferpunkte, Rüstungsschutz und Abenteuerpunkte gehören, und dass jeder NSC/Gegner im Abenteuer eine „Monsterklasse“ zugewiesen bekommt, die angibt, wieviele Abenteuerpunkte eine Gruppe für Überwindung dieses Gegners bekommt. Des Weiteren sind bei der Beschreibung einer jeden Lokalität streng „Allgemeine Informationen“ (auf den ersten Blick erkennbar), „Spezielle Informationen“ (bei genauerer Inspektion erkennbar) und „Meisterinformationen“ zu unterscheiden. Wer mit diesen drei Begriffen überhaupt nichts anfangen kann, dem dürfte ein flüchtiges Durchblättern von Silvanas Verspeisung sicher schnell vermitteln, was jeweils gemeint ist.

Alle Beiträge zum Abenteuerwettbewerb, die uns bis zum 27.05.2018, 23:59 Uhr per Email an alrik@asboran.de erreichen, nehmen an der Verlosung teil, bei der wir max. 8 Preise verlosen, und zwar: 

  • 6 x 1 PDF nach Wahl von einem der DSA1-Abenteuer, die im Rahmen des Kaiser Retro Crowdfundings wiederveröffentlicht wurden (freundlicherweise als Preise gespendet von Ulisses Spiele): Konkret bedeutet dies, dass man ein Abenteuer-PDF aus der folgenden Liste wählen kann, entweder in der Standardfassung oder, sofern erhältlich, in der „Let’s Play“-Variante: Im Wirtshaus zum schwarzen Keiler, Der Wald ohne Wiederkehr, Die sieben magischen Kelche, Das Schiff der verlorenen Seelen, Unter dem Nordlicht, Borbarads Fluch, Durch das Tor der Welten.
  • 2 x 1 gedruckte Fassung von Silvanas Verspeisung mit den Regeln für Rückwärts, Geschuppte **

Bei Interesse werden ausgewählte Beiträge später auf unserer Seite zum Download angeboten. Die Bereitschaft dazu ist jedoch keine Voraussetzung, um am Wettbewerb teilnehmen zu können.

Grenzenlose Optimisten, die wir sind, hoffen wir auf zumindest einige Beiträge zu unserem Wettbewerb und wünschen allen Interessierten viel Spaß beim Schreiben und allgemein viel Spaß mit unseren neuesten Materialien. Und ja, wir wissen selbst, dass wir vermutlich nicht mehr alle Latten im Zaun haben, aber manchmal sind Ideen zu schön, um sie einfach so verstreichen zu lassen.

» Silvanas Verspeisung und Rückwärts, Geschuppte!

* Rssah für: sich auf rätselhaft faszinierende Weise am Rande des Unwerten bewegend

** Nein, wir glauben eigentlich nicht, dass es überhaupt 8 Einsendungen geben wird. Wir sind angesichts unseres Nischendaseins sogar skeptisch, dass überhaupt irgendjemand etwas einreicht. Aber man weiß ja nie.

DSA-Klassiker zum Wiederentdecken: Teil 5

Zum Geleit

Asboran Klassiker LogoHeute geht es in unserer Klassikerreihe um das DSA-Urgestein unter den Abenteuern. Im Wirtshaus zum Schwarzen Keiler, das erste Abenteuer der damaligen B-Reihe (die man allein mit den Basisregeln spielen konnte), erschien zuerst 1984, gleichzeitig mit drei weiteren B-Bänden. Diese vier Abenteuer (Welch’ schöner Anfang!) waren damit die ersten, die nicht im Rahmen einer Box angeboten wurden. Der Keiler hat inzwischen stolze 34 Jahre auf dem Buckel und dürfte für viele Spielerinnen und Spieler der ganz alten Garde zu den allerersten Ausflügen nach Aventurien geführt haben. Zugleich dürfte das Abenteuer nicht nur in der Erinnerung vieler DSAler Spuren hinterlassen haben, die Ereignisse des Abenteuers wurden später auch an den folgenden drei Stellen noch einmal offiziell aufgegriffen, u.a. mit dem Versuch, so manche kuriose Setzung der DSA1-Frühzeit plausibel in den aventurischen Hintergrund zu integrieren:

  • im Abenteuer Das Geheimnis des Schwarzen Keilers von Tom Finn, erschienen in der Anthologie Rückkehr zum Schwarzen Keiler,
  • in der Oldschool-Reminiszenz Unheil im Schwarzen Keiler (zu der ihr an dieser Stelle einen ausführlichen Test- und Spielbericht aus unserer Zeit bei Nandurion lesen könnt),
  • in der Erzählung Greifax Vermächtnis von Tom Finn, erschienen in der Anthologie Gassengeschichten (v.a. hier wird das eher bizarr-unverständliche Verhalten des Grafen Baldur Greifax aus dem Original-Abenteuer mit einer plausiblen Hintergrundgeschichte versehen).

Angesichts der jüngst erfolgreichen Crowdfunding-Aktion zur Kaiser Reto-Box wird Im Wirtshaus zum Schwarzen Keiler dieses Jahr eine gedruckte Neuauflage in zweifacher Ausführung erleben (als Download erhältlich ist die Urfassung bereits seit einiger Zeit). Es gibt daher mehr als genug gute Gründe, diesem DSA-Urgestein eine Rückschau zu widmen und dabei die Frage zu erörtern, ob und wie sich auch heute noch ein Besuch im bekanntesten Gasthaus zwischen Himmelsturm und Porto Velvenya lohnt. Mit dabei beim heutigen Disput sind von Seiten Asborans zwei unserer oldschoolaffinen Wütechsen der wenigen Worte (Alrik und Alrik) sowie Josch und Thorjin. Vervollständigt wird die Märchenonkel-Trias durch Gastdisputant Vibardjin.

Josch, Thorjin und Vibardjin haben sich zum Zwecke der Auffrischung ihrer Erinnerungen eigens für diesen Disput auch noch einmal per Limbusreise auf eine gemeinsame Keilerexpedition begeben (sprich das Abenteuer über Skype gespielt) und ihre Erlebnisse in einem ausführlichen Spielbericht festgehalten. Ihr findet ihn hinter diesem Link.

Da wir uns dieses Mal in unserer Einschätzung des Abenteuers recht einig waren, haben wir, im Sinne der Abwechslung und der Ausgewogenheit, mit Fredhold Riesengarst noch einen weiteren Gast eingeladen, der konsequent den Standpunkt zeitgenössischer Rollenspielkritik verkörpert und von hier aus zu deutlich anderen Urteilen gelangt als die Mehrheit der Diskutanten. Weiterlesen

Zeit der Ankunft #4: Vier Pakete unter der Firunstanne

Preiset die Schönheit! Wenn das Firunstannenfest am 24.12. auf den vierten Tag der Ankunft fällt, dann wollen wir Asboranjis uns nicht lumpen lassen, weshalb wir euch heute vier kleine Überraschungen präsentieren.

Das wichtigste am heutigen Tage sind für viele sicherlich die Geschenke unter dem geschmückten Baum. Wer hier von seinen Liebsten aus Unwissenheit oder Schelmerei nichts Passendes erhalten hat, dem empfehlen wir zu allererst einen Blick in Asborans Jahresrückblick und Umtauschberatung 2017. Hier präsentieren euch Alrik, AlrikJosch, Thorjin, Yukiijida sowie Gastberater Vibardjin einige DSA-Produkte aus dem Jahr 2017, die ihnen besonders gut gefallen haben und die sich daher vielleicht auch als Ersatz für eure unerwünschten Geschenke eignen.

» Zu Jahresrückblick und Geschenkberatung

Das zweite virtuelle Paket am heutigen Tag enthält den dritten Teil von Joschs Maraskanreiseführer für neugierige Fremdijis, in dem diesmal die wichtigste aller Fragen zu Maraskan beantwortet wird: Was macht dieses Setting so schön und besonders? Diejenigen von euch, die also noch unschlüssig sind, ob sie unserer geliebten Insel einmal einen derischen Besuch abstatten sollten, und auch alle, die noch Hilfe benötigen, um andere davon zu überzeugen, finden in diesem Text reichlich Material.

» Zum dritten Teil des Reiseführers

Als Begleitung zum Reiseführer gibt es drittens eine Spielhilfe zur maraskanischen Historie: Maraskanische Geschichte in 16 Einträgen enthält dabei nicht nur kurze Beschreibungen der wichtigsten Ereignisse in chronologischer Reihenfolge, sondern vor allem auch Erläuterungen, warum und wie diese Geschehnisse für die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Maraskans von besonderer Bedeutung sind.

» Zur Spielhilfe Maraskanische Geschichte in 16 Einträgen

Wer nach all dem Lesen dann selbst in Schreiblaune gekommen ist, sollte abschließend einen Blick ins vierte virtuelle Paket werfen. Dieses enthält eine Schriftart im True Type Font (ttf)-Format, die inspiriert durch maraskanische Weltsicht erschaffen wurde, und die wir daher „Asboraner Buchstaben“ genannt haben. Die Zeichen der Schrift bestehen in der Regel aus einer geraden Anzahl an Strichen, und in den Formen kommen häufig Kreis- und Ellipsenbögen vor. Im Paket gibt es außerdem ein kleines PDF, das einen ersten Eindruck vom Aussehen der Schrift gibt, und eine aus der ttf-Datei konvertierte otf-Datei, die alternativ genutzt werden kann, wenn die ttf-Datei Probleme bereitet. Die Schriftart ist noch taufrisch, was bedeutet, dass noch Unstimmigkeiten auftreten können. Wenn ihr also etwas findet, das ihr noch nicht für gelungen haltet, oder wenn es Zeichen gibt, die euch im Zeichensatz noch fehlen, und auch wenn eurer Ansicht nach etwas einfach nicht funktioniert – kommentiert es, und wir werden dafür sorgen, dass der Zeichensatz verschönert wird.

» Download des Pakets „Asboraner Buchstaben“ mit Font und Beispieldarstellung

Wir hoffen, dass für jeden von euch in unserem heutigen Angebot eine Kleinigkeit dabei war. Nachdem es 2017 bei uns mehrere lange Ruhephasen gab, sind wir zuversichtlich, uns 2018 wieder regelmäßiger und häufiger mit neuen Beiträgen zu Wort zu melden. Zu Beginn des neuen Jahres stehen auf jeden Fall schon Teil V und Teil VI unserer Reihe „DSA Klassiker zum Wiederentdecken“ an. In den nächsten beiden Teilen werden wir uns ausführlich den Abenteuern Hexennacht und Im Wirtshaus zum Schwarzen Keiler widmen. Für die Besprechung des Keilers wird es zudem einen ausführlichen und aktuellen Spielbericht geben.

Wir freuen uns schon darauf, euch auch im neuen Jahr wieder in der verborgenen Stadt begrüßen zu dürfen, und wir wünschen euch ein frohes Weihnachtsfest sowie einen guten Start ins neue Erdenjahr 2018!

Eure Priester und Meuchler: Alrik, Alrik, Alrik, Alrik, Josch, N’Kss, Thorjin & Yukiijida.

Zeit der Ankunft #3: Doppelnostalgie und Geheimwissen

Preiset die Schönheit, Bruderschwestern! Auch zum dritten Praiostag der Ankunft haben wir ein kleines Paket für euch geschnürt, das diesmal drei Beiträge enthält, die wir trotzdem nach der Formel „2 x 2“ verpackt haben. Wie das? Ganz einfach:

An unserer alten Wirkstätte Nandurion findet ihr im Rahmen des dritten Adventstürchens heute als Gastbeitrag zum dortigen 2017er Adventskalender  einen Text aus der „Schöner Leben mit DSA“-Reihe, geschrieben von Bruderschwester Josch. Der Text dreht sich ganz um das Thema DSA-Nostalgie. Als begleitende Ergänzung zu dieser Kolumne findet ihr hier bei Asboran zudem den Text „Mein liebstes DSA-Buch“, in dem Josch sich nostalgisch an seine ersten Leseerfahrungen mit dem Aventurischen Lexikon erinnert. Also zwei Texte als Teil eines Textprojekts. Jeder der beiden lässt sich natürlich gut für sich alleine lesen, am besten harmonieren sie aber – Wie könnte es anders sein? – als Paar.

Zweitens (oder drittens, je nachdem) haben wir für euch hier bei Asboran eine neue inoffizielle Spielhilfe von Bruderschwester Thorjin im Angebot: Lycosas Wegenetz enthält ausführliche Beschreibungen zu einer nur wenigen Bruderschwestern bekannten Art und Weise, Informationen über Wegenetze mit Schnüren verschlüsselt zu repräsentieren – ein Hilfsmittel von besonderem Wert, wenn ihr euch durch das feucht-schwüle Bannland schlagen müsst, wo Papier nur wenig nützt, oder wenn ihr geographische Informationen bewahren wollt, die nicht in die falschen Hände gelangen dürfen. Die Spielhilfe enthält zum einen eine Beschreibung der Funktionsweise der Spinnennetzverschlüsselung, zum anderen Vorschläge zur regeltechnischen Umsetzung nach DSA5-Regeln.

Wir wünschen euch viel Spaß Lesen und Ausprobieren!

» Kolumne „Schöner Leben mit DSA, Teil V: Nostalgie“

» Text „Mein liebstes DSA-Buch“

» Spielhilfe „Lycosas Wegenetz“

 

Zeit der Ankunft #2: Schönes DSA und Bastelwerk

Preiset die Schönheit, Bruderschwestern, die Hälfte der besinnlichen Tage liegt nun schon fast hinter uns. Da ihr dies hier lesen könnt, scheint der unheilige Zantaclauth euch auch in diesem Jahr glücklicherweise wieder verschont zu haben, und so wird sich manche(r) von euch nun wohl schon so langsam Gedanken über die festliche Dekoration der Firunstanne machen. Da wollen wir uns nicht lumpen lassen und präsentieren euch heute daher etwas, das jeden Baum verschönern wird: einen Diskus aus Papier zum Falten. Wenn ihr nicht mit Maruhänden gesegnet seit wie ich, dann sollte euch mit unserer Anleitung ohne Probleme ein maraskanischer Faltdiskus gelingen. (Ich bekomme regelmäßig Wutausbrüche bei allem, was Feinmotorik erfordert, und soll daher schreiben, dass vom Basteln mit Marus nachdrücklich geraten wird. Überhaupt, basteln! Das Ding schmeckt noch nicht einmal. Und wirklich rund ist es auch nicht.)

Da aller guten Dinge Vielfache von Zwei sind, gibt es diesmal auch noch ein zweites Angebot von uns zur Verschönerung eures 2. Advents: der nächste Teil unserer Schöner leben mit DSA-Reihe. Diesmal geht es um das Thema Optionalität, zu dem Bruderschwester Thorjin sich einige Gedanken gemacht und diese ausnotiert hat. Wenn ihr also mit DSA5-Elementen wie den Fokusregeln hadert oder das Gefühl habt, dass sie euer Spiel eher stören als berechern, oder wenn ihr ganz einfach nur neugierig seid, was Bruderschwester Thorjin diesmal wieder verzapft hat, dann folgt einfach dem Link zu unserer neuesten Kolumne.

Wir hoffen, unsere heutigen Gaben bringen etwas Kurzweil und Vergnügen in euren Tag. Schaut auch in den nächsten Wochen wieder bei uns vorbei, denn an den kommenden beiden Sonntagen wird es noch weitere Überraschungen von uns geben.

» Maraskanischer Faltdiskus (PDF)

» Schöner leben mit DSA, Teil 4 (Kolumne)

Inoffiziell und lesenswert – die Auswertung

Am heutigen Feiertag des unheiligen Zantaclauth wollen wir es uns nicht nehmen lassen, euch die Auswertung unserer Umfrage zu euren liebsten kostenlosen Fan-Produkten des Schwarzen Auges zu präsentieren. Insgesamt 2 x 2 x 2 + 20 Einsendungen gab es, für die wir uns bei allen, die mitgemacht haben, herzlich bedanken möchten. Wir finden, dass durch eure Anregungen eine sehr schöne Sammlung von Vorschlägen zusammengekommen ist. Manches war uns bereits bekannt, vieles aber auch nicht, so dass sich die Umfrage für uns sehr gelohnt hat. Wer sich auf den Quellseiten umschaut, kann sicher auch noch jede Menge weitere schöne Dinge finden. Gerade in der kommenden besinnlichen Zeit mag das der einen oder anderen Bruderschwester eine unterhaltsame Lektüre bescheren. Und bevor wir es vergessen: Es gab natürlich auch noch etwas zu gewinnen – wer teilgenommen hat, schaue daher bitte in sein Postfach, vielleicht haben unsere virtuellen Postfeen dort ja eine Gewinnbenachrichtigung hinterlegt.

Nun aber zu euren Tipps. Wir haben sie in einige Kategorien unterteilt und jeweils kurz beschrieben, was sich hinter dem jeweiligen Link verbirgt. Wir wünschen viel Spaß beim Durchstöbern! Weiterlesen

Zeit der Ankunft #1: Eine Stunde Borbaradianismus mit Frau Scharlachkraut

Preiset die Schönheit, Bruderschwestern! Einmal mehr ist es soweit, und unser schöner Weltendiskus nähert sich den Tagen der kürzesten Zeitspanne. Spätestens mit dem zweimal zwölften Tag dieses Monats werden die meisten von euch daher sicher wieder im Kreis ihrer Liebsten gemeinsam die Schönheit der Welt preisen. Um euch die Zeit der Ankunft etwas zu verkürzen, werden wir Asboranjis euch an diesem und an den drei folgenden Sonnentagen, auf denen Bruder Praios auch in der kalten Jahreszeit sein schützendes Auge wachen lässt, mit kleinen Überraschungen erfreuen. 

Den Anfang unseres diesjährigen Programms macht heute die kurze Erzählung „Die Schülerin“ von Bruderschwester Josch, der zu Hintergrund und Sinn der Erzählung Folgendes zu sagen hat:

Vor einiger Zeit hatte ich einmal den Plan gefasst, kurze Erzählungen zu den wichtigsten aventurischen Erzschurken zu schreiben, die mit viel erlebter Rede und inneren Monologen arbeiten und so einen direkten Einblick in die Gedanken- und Gefühlsfeld der Bösewichte ermöglichen. Die Erzählung Der Fürstkomtur (siehe hier), die wir vor einem Jahr hier anboten, stammt aus diesem Projekt, ebenso wie Die Schülerin, mit der ich versuchte, mich ein wenig in Azaril Scharlachkraut hineinzudenken. Ich halte Azaril für die interessanteste Vertreterin des Borbaradianismus (auch interessanter als den alten Zausel selbst), und es gibt eine Lücke in der Borbaradianischen Theorie, die mich schon immer beschäftigt hatte. In der Erzählung lasse ich Azaril selbst über die genannte Lücke sowie über verschiedene Gefolgsleute Borbarads nachdenken. Die Schülerin wurde nie in irgendeiner Form veröffentlicht, der Text war für mich aber eine Art Probelauf für die Erzählung Der Stein des Anstoßes aus Sternenleere, die ebenfalls zu einem großen Teilen aus innerem Monolog besteht und in der derselbe innere Azaril-Ton vorherrscht wie in Die Schülerin. Vielleicht hat die eine oder andere Bruderschwester von euch daher ja Interesse an dieser kleinen inoffiziellen Ergänzung.

Wir hoffen, dass in unserem Angebot der folgenden Wochen für jeden von euch etwas von Interesse dabei ist, und wir wünschen euch einen schönen Mond im Zeichen Schwester Hesindes!

» zur Erzählung „Die Schülerin“ (PDF)

P.S. Die erste Fassung des PDFs hatte ein fehlerhaftes Cover – dies wurde inzwischen korrigiert.

« Ältere Beiträge

© 2018 Asboran

Theme von Anders Norénzum Anfang ↑